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Namibias Schulen profitieren von der Hilfe der Immanuel-Kant-Schule Bremerhaven

In 6 Jahren Material für 80000 DM gesammelt - ein Erfolg der Immanuel-Kant-Schule

Ein Beitrag im Rahmen der Agenda 21

 

"Endlich macht das Malen wieder Spaß" meinte der elfjährige Damara-Schüler Josua in Namibia/Afrika und ließ sich von nun an nicht mehr bei seiner Arbeit stören. Vorausgegangen war die Ankunft einer 2,5 Tonnen schweren Schulspende der IMMANUEL-KANT-SCHULE aus Bremerhaven. Vier vollbepackte Paletten mit den notwendigsten schulischen Hilfsmitteln erreichten den jungen südwestafrikanischen Staat und wurden begeistert aufgenommen: Bleistifte, Radiergummis, Hefte, Papier und Locher kamen ausnahmslos aus dem Raum Bremerhaven.

Aber ohne die Einsatzbereitschaft der Immanuel-Kant-Schule und vieler Schüler würde es die ganze Spendenaktion nicht geben, die über Jahre immer größere Erfolge aufzuweisen hat. Begonnen hatte alles 1991, als der ehemalige Auslandslehrer Jürgen Wilden wieder einmal sein altes Einsatzland Namibia besuchte, das vor der Unabhängigkeit 1990 noch den Namen Südwestafrika trug und damals schon an die deutsche Kolonialzeit erinnerte. Eine Kollege machte Wilden auf die Mißstände an den afrikanischen Schulen aufmerksam: "Wir müssen hier auf den Rändern ausgedienter Zeitungen schreiben", beschrieb der Lehrer die Situation in Namibia.

Und so wurde die "Namibia - Schulen in Not" ins Leben gerufen, eine freiwillige Spendenaktion der Bremerhavener Wirtschaft zusammen mit der Bremerhavener Immanuel-Kant-Schule. Dabei geht es nur um Sachspenden. Für die deutschen Schulen in Namibia gibt es Schulbücher aus den alten Beständen der Kantschule. Ganze Klassensätze, die in Bremerhaven nicht mehr benötigt werden, gehen an die deutschen Schulen in Namibia und finden dort wieder Verwendung. Für die Farmschulen, die weit außerhalb der Hauptstadt Windhoek liegen, sind Papier, Hefte und Stifte vorgesehen.

Mehrere Hauptschulklassen und eine Vorklasse der Immanuel-Kant-Schule machen sich selbst auf den Weg und sammeln Papier, Stifte und Radiergummis bei Sparkassen, Banken und Kaufhäusern – dort, wo Werbeartikel verteilt werden. Die Kinder aus Usbekistan, Albanien, Sibirien und Ex-Jugoslawien spendeten auch Papier und Stifte von ihrem eigenen Taschengeld. "Die Familien dieser Kinder haben selber kaum etwas, trotzdem beteiligen sie sich an dieser Aktion", müssen die Organisatoren von "Namibia – Schulen in Not" immer wieder feststellen.

LTU-International Airways, AIR NAMIBIA, Kühne & Nagel, Weser-Eilbote und Bahntrans unterstützen inzwischen die jährliche Aktion der Schüler und transportieren die Container kostenfrei von der Kantschule bis nach Namibia.

In Namibia sind die Aktionen der Bremerhavener Immanuel-Kant-Schule inzwischen landesweit bekannt. Immer wieder berichten Rundfunk und Fernsehen. Große Artikel über die Spendenbereitschaft der Schüler erscheinen in den Tageszeitungen des südwestafrikanischen Staates. Und die berichten in diesem Jahr von einem ganz besonderen Vorhaben der Kant-Schüler, die bei Freunden und Bekannten Kuscheltiere aller Art sammelten. So kamen zehn Karton zusammen, vollbepackt mit Stoffteddys, Mäusen, Elefanten und Giraffen – Tiere, die man in dieser Form, Ausstattung und Größe wohl selten im Süden Afrikas gesehen hat. Große Augen, viel Freude und kleine Dankesbriefe mit schönen Briefmarken sind den eifrigen Schülern der Immanuel-Kant-Schule sicher.