Mopeds, Mopeds, Mopeds ....

Montag war ein "Schwarzer Tag" für die 350.000 Moped-Fahrer in Shanghai: An 38 großen Kreuzungen kontrollierten Polizisten Moped-Fahrer. Jeder der 1.000 Polizisten schrieb 2-3 Strafzettel aus. Alleine 400 Strafzettel waren fällig, weil zuviele Passagiere "an Bord" waren. Doch, wie auf dem Bild zu sehen, sind die Uniformierten ebenso betroffen.
Mopeds sind nicht nur ein Beförderungsmittel für Menschen sondern ebenso ein beliebtes Transportmittel. Man staunt schon, wie viel auf ein Moped zugeladen werden kann. Es beginnt mit lebenden Gänsen, die an der Lenkstange hängen und endet bei Betonsäcken. Die Kreativität ist offensichtlich unbegrenzt, Transportprobleme zu lösen. Auch lassen sich Mopeds als Hilfsmotor für Lastenräder einsetzen: Mit lang ausgestrecktem Fuß wird geschoben.

Mopeds sind bei den Stadtvätern Shanghais nicht gern gesehen. Sie dürfen nur dort fahren, wo auch Fahrradfahrer fahren, sind aber deutlich schneller. Dies ist Ursache vieler Unfälle. Alleine 1.000 Moped-Unfälle mit 13 Todesfällen und ca. 200 Verletzten wurden während 8 Monaten gezählt. Außerdem seien die Mopeds eine große Umweltbelastung. Sie verpesten die Luft und machen viel Krach. Seit 1999 gibt es also eine Wende. Neue Moped-Zulassungen werden nicht mehr genehmigt. Die Zahl der Mopeds halbierte sich so während 3 Jahren von 700.000 auf 350.000 Stück.

Folge dieser Beschränkung ist, dass die Polizei eine ganze Reihe Mopedfahrer ohne oder mit gefälschtem Nummernschild erwischte.