Herbst
ist Kampfzeit in Shanghai. Gemeint ist nicht der tägliche Kampf im Straßenverkehr
sondern vielmehr der traditionsreiche Schrecken-Kampf.
Heuschrecken mit starken Beißwerkzeugen und Beinen sollen in Kämpfen
ihre Kräfte messen. Richtige Meisterschaften werden ausgetragen, wenn
es darum geht, die stärkste Schrecke herauszufinden. In China wird diese
Art von Freizeitbeschäftigung als Sport angesehen und in Vereinen gepflegt.
Gedanken über Tierschutz kommen dabei nicht auf.
Nicht unüblich ist, dass bei diesen Schrecken-Kämpfen Geld als Wetteinsatz
gesetzt wird.
Ausgenutzt
wird bei diesem "Sport" das Verhalten der männlichen Schrecken,
ihren Konkurrenten im Revier zu bekämpfen. Diese gehen aufeinander los
und beißen sich, bis Blut fließt. Käfer- und Schreckenblut
ist übrigens organge bis gelb-grünlich.
Zwar kommen ganz erfolgreiche Schrecken auch aus den Vororten Shanghais, doch
wer eine besondere Schrecken sucht, findet diese in der Provinz Shandong.
Diese sollen die besten Siegeschancen bieten.
