Jin Mao Tower Shanghai

Der Jin Mao Tower ist mit 421 m Höhe eines der höchsten Hochhäuser der Welt. Das Hochaus wurde nach 4 Jahren und 8 Monaten 1998 fertig gestellt. Es hat ca. 600 Mio. Euro gekostet.
  Name Stadt Land Höhe Stock
1 Teipeh 101 Teipeh Taiwan 508  
2 Petronas Tower 1 Kuala Lumpur Malaysia 452 88
3 Petronas Tower 2 Kuala Lumpur Malaysia 452 88
4 Sears Tower Chicago USA 442 110
5 Jin Mao Tower Shanghai China 421 88
6 Citic Plaza Guangzhou China 391 80
7 Shun Hing Square Shenzhen China 384 69
8 Empire State Building New York USA 381 102
9 Central Plaza Hong Kong China 374 78
10 Bank Of China Hong Kong China 369 70
11 The Center Hong Kong China 350 79
Architekt:
Skidmore, Owings & Merrill LLP
Chicago, Illinois 60604
www.som.com
Eigner:
China Shanghai Foreign Trade Centre Co. Ltd.
General Contractor:
Shanghai Jin Mao Contractor (SJMC)
Consultant(s):
East China Architectural Design & Research Institute,
Shanghai Institute of Architectural Design and Research


Die Besonderheit des Gebäudes besteht in der aufwendigen 83.000 qm Fassadenfläche.
Die Fassade besteht bis zur 3. Etage in Pfosten-Riegelbauweise, Die Außenseite sind mit hinterlüfteten Aluminiumblechen und stufenförmigen Granitplatten verkleidet.
Etage 4 - 88: Elementfassaden, Pfostenprofile in verschiedenen Ansichtsbreiten.
Penthouse 1 - 4 als abgestufte Pfosten-Riegel-Fassade mit dekorativer Außenverkleidung. Turmspitze mit vorgefertigten Stahlrahmen, verkleidet mit Isolierglas und Edelstahl, Aluminiumfassade im Naturton eloxiert. Podium mit einer Vielzahl von höchst anspruchsvollen Metallkonstruktionen. Das Design als auch die Ausführung wurden durch die deutsche Firma Josef Gartner & Co ausgeführt.

  • Die Zahl 8 ist eine Glückszahl und spielt beim Jin Mao Tower eine große Rolle: Staatschef Deng Xiaoping war bei der Auswahl des Designs 88 Jahre alt. Das Gebäude wurde am 28.08.1998 eingeweiht. Jedes Segment des Hochhauses ist um 1/8 schmaler als die 16-geschossige Basis. Auch an der Außenfassade spielt die "8" eine große Rolle.
  • Das Gebäude ruht auf 80m langen Fundamenten aus Stahl.
  • Windgeschwindigkeiten bis 125 mph wurden bei der Berechnung des Gebäudes eingeplant - ebenso Erdbeben. Bei Sturm schwankt das Gebäude um 75 cm.
  • Das Äußere des Jin Mao Towers ist historische Pagodenformen nachempfunden.
  • Das Gebäude umfasst 266.000 qm. Büros sowie ein Hotel sind hierin untergebracht.Der Quadratmeterpreis beträgt ca. 0,90-1,30 Euro Miete/Monat.
  • Für die ca. 10.000 Menschen im Tower stehen 79 Lifte zur Verfügung: vom Erdgeschoss bis zum 88. Stock in 45 sec.!

Im Jin Mao Tower befindet sich vom 53. bis 87. Stock das höchste Hotel der Welt. Hier ist das Grand Hyatt Shanghai mit 550 Zimmern.

Im Inneren des Towers kann man vom 53. Stock bis hinauf zum 87. Stock blicken.

     
       
24. November 2004, 08:31, NZZ Online

Grundstein für höchsten Wolkenkratzer der Welt gelegt

Nach einer siebenjährigen Verzögerung ist in Shanghai der Grundstein für einen Wolkenkratzer gelegt worden, der mit einer Höhe von 492 Meter das höchste Gebäude der Welt werden soll. Die Arbeiten am Turm begannen bereits 1998, wurden aber wegen der Asien erschütternden Finanzkrise unterbrochen.

(ap) Die japanische Baugesellschaft Mori hat Verträge mit zwei örtlichen Bauunternehmen über 3,9 Milliarden Yuan (385 Millionen Euro) abgeschlossen. Die Gesamtkosten für das «Shanghai World Financial Center» werden auf umgerechnet 839 Millionen Euro geschätzt. Das Gebäude soll Ende 2007 fertig sein. Es wird das derzeit als höchsten Wolkenkratzer der Welt geltende Hochhaus «Taipei 101 in Taiwan nur dann an Höher übertreffen, wenn man dessen Turmspitze nicht mitzählt: Ohne Spitze ist das taiwanische Gebäude 455, mit 508 Meter hoch.


Wolkenkratzer
 
Sog des Vertikalen

Von Nicola Kuhrt in Spiegel online v. 09.11.2004 Die neuen Könige der Skyline kennen keine Grenzen mehr: In Asien und Amerika entstehen die höchsten Gebäude der Welt. Die Düsseldorfer Ausstellung "Der Traum vom Turm" beleuchtet erstmals die Geschichte der Wolkenkratzer - zwischen Mythos, Baukunst und Größenwahn. "Der Gedanke, einmal in seiner Größe gefasst, kann nicht mehr verschwinden. Solange es Menschen gibt, wird auch der starke Wunsch da sein, den Turm zu Ende zu bauen." (Franz Kafka, "Stadtwappen", 1920)
Sein Rumpf umfasst einen ganzen Straßenblock. Wie ein gigantisches Bambusrohr ragt der "Taipei 101" mit einer Rekordhöhe von 508 Metern in den Himmel von Taiwan. Der Gigant ist zurzeit das höchste Gebäude der Welt und eines der wahnwitzigsten Projekte der Architekturgeschichte. Wo es steht, bebt ständig die Erde, mehrmals im Jahr muss es tropischen Wirbelstürmen trotzen. Rund 1,5 Milliarden Euro hat der Turm gekostet. Das meiste Geld floss in die Technologie, die den Super-Turm zum sichersten Wolkenkratzer der Welt machen soll.
Mit dem "Taipei 101" ist der Hochhausbau endgültig in einer neuen Dimension des Größenwahns angekommen. Allerdings ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch dieser Wolkenkratzer an Höhe und Innovationskraft überholt wird. Der Wettkampf um den weltweit höchsten Turm scheint keine Grenzen zu kennen. Der "Freedom Tower" in New York oder das "Burj Dubai" stehen bereits in den Fundamenten, der "Turning Torso" (Malmö) wird mit seiner Struktur einer DNS-Doppelhelix mindestens so viel Aufsehen erregen wie einst Norman Fosters Gebäude für die Swiss Re in London, das von der englischen Presse den Spitznamen "Erotic Gherkin" (erotische Gewürzgurke) verpasst bekam.
Türme, Hochhäuser und Wolkenkratzer sind mehr als nur hohe Gebäude. Seit dem biblischen Turmbau zu Babel verkörpern die den Wunsch des Menschen nach symbolischer und faktischer Herrschaft. Die Türme werden benutzt, um Spiritualität, Macht, aber auch technischen Fortschritt darzustellen. Das Hochhaus entspricht einem Traum, der so alt ist wie die Welt: So hoch zu bauen, dass man die Wolken streift und vielleicht auch das Überirdische berühren kann. Modelle sprengen die Decke
Die Ausstellung "Der Traum vom Turm" im Düsseldorfer NRW-Forum erzählt erstmalig die ganze Geschichte der Wolkenkratzer. Anhand von über 60 Modellen, alle im Maßstab 1:200, zeichnet die Schau die Entwicklung der Türme nach - von Babel bis Peking, von Chicago bis Taipeh. Während die Nachbauten der ersten hohen Gebäude - etwa des Kölner Doms (157 Meter) - noch brav auf ihren Podesten verweilen, sprengen andere Modelle, wie das des Millennium Towers in Tokio (840 Meter, Fertigstellung 2009), beinahe die Höhe der Ausstellungsräume.
Die Geschichte der Wolkenkratzer ist eine komplexe Mischung aus Soziologie, Technik- und Innovationsgeschichte, Bauästhetik und Ökonomie. Die Düsseldorfer Schau erzählt aber auch von wichtigen Gefühlen: Von der Faszination für die Höhe, von der Begeisterung für die Leistung, für die immer kühneren Entwürfe der Architekten. Immer ganz nah ist das Gefühl der Angst. Sie schleicht sich mit in die Aufzüge, lässt den Magen zusammenkrampfen, wenn man von weit oben in die Tiefe blickt. Und natürlich gibt es die Angst vor dem Einsturz, vor der Katastrophe.
Der Terrorangriff vom 11. September 2001 machte diese Ängste wahr. Die Zwillingstürme des World Trade Centers stürzten ein und rissen Tausende Menschen in den Tod. Danach wurde die Bauart der Wolkenkratzer neu überdacht, auch die Pläne für den "Taipei 101" wurden überarbeitet. Heute sind alle Pfeiler mit feuerfestem Spezialschaum eingesprüht, es gibt Evakuierungszonen. Zudem wird im Gebäude so viel Löschwasser gespeichert, dass es mehrere Schwimmbecken füllen könnte. Doch nicht nur die Geschichte lehrt neues Denken. Mit zunehmender Höhe wächst auch der Respekt für die neuen Giganten der Städte. Zu Füßen eines Hunderte Meter hohen Turms verliert sich das Gefühl für die eigenen Grenzen. Die Höhe wird unfassbar, der gesamte Bau scheint übermenschlich. So erklärt sich vielleicht auch, warum Wolkenkratzer oft wie das Werk einer höheren Macht wirken. Der Fahrstuhl schafft die Oberschicht
Dabei ist die technologische Entwicklung, die hinter den heutigen Königen der Skyline steht, ganz banal: Mit jeder neuen Erfindung und Innovation kletterten die Bauwerke eine Etage höher. Etwa mit der Entdeckung des Stahls als Baumaterial, erstmals eingesetzt durch Gustave Eiffel.
Weniger auffällig, aber nicht weniger bedeutend: Die Erfindung des elektrischen Fahrstuhls Ende des 19. Jahrhunderts. Ohne ihn wäre die weitere Entwicklung des Bauens in der Vertikalen undenkbar gewesen, er machte die oberen Stockwerke zur "Bel Etage" jeden Gebäudes. Heute haben sich die Anforderungen ein wenig verlagert: Natürlich besitzt der "Taipei 101" einen Aufzug - Doppeldecker-Kabinen schnellen mit einer Geschwindigkeit von 1008 Metern in der Minute in die Höhe. Die Kammern sind luftdicht und mit einem künstlich konstant gehaltenen Innendruck ausgestattet, ansonsten würde den Fahrgästen das Trommelfell platzen.
Immer war der Traum vom Turm auch mit der Vision einer Weltstadt ohne Grenzen verbunden. So entstand in den dreißiger Jahren in Manhattan ein ganzes Viertel von Wolkenkratzern, die untereinander um den Höhenrekord konkurrieren. Das "Chrysler Building" (319 Meter) wurde 1930 fertig gestellt, schon ein Jahr später überholte es das "Empire State Building". Mit seinen 381 Metern war es 41 Jahre lang das höchste Gebäude der Welt.
Filme wie "Metropolis" (1926) entstanden zu jener Zeit und entwarfen Visionen, die sich tief in das Bewusstsein der Menschen einbrannten. In seinem Meisterwerk erzählt Regisseur Fritz Lang die Geschichte einer zum Moloch mutierten Riesenstadt. Der Film beeindruckt jedoch weniger durch seine Handlung als durch seine Visualisierung der Hochhausschluchten. Zwischen städtebaulicher Vision und großer Depression finden die Wolkenkratzer ihren Platz in der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung der zwanziger und dreißiger Jahre.

In der Höhe liegt die Kraft
Nach dem Empire State Building herrschte der Sears Tower (442 Meter) in Chicago 20 Jahre lang an der Spitze der Super-Türme, überholt wurde er erst 1996 durch die 452 Meter hohen Petronas Towers in Malaysia. Am 15. April diesen Jahres ernannte der Council of Tall Buildings die Türme zum höchsten Gebäude der Welt - und übergab damit auch offiziell den Staffelstab an einen neuen Kontinent. Nicht mehr in Europa und Nordamerika, sondern in Asien werden die ehrgeizigsten Türme gebaut.
Besonders das wirtschaftliche Boomland China scheint dem Sog nach Höhe zu erliegen. In Peking entsteht derzeit mit den "CCTV Headquarters" ein Gebäude, dessen Konstruktion radikaler kaum sein könnte. Zwei Türme, die im oberen Drittel um 90 Grad abknicken, bilden eine Art eckige Möbiusschleife. Das "Burj Dubai" in den Vereinigten Arabischen Emiraten soll indes das höchste Gebäude werden, das Menschen jemals errichtet haben. Seine Höhe steht noch nicht fest. Trotz all dieser Anstrengungen, dürfte die nächste Ikone der Wolkenkratzerkultur wieder in Amerika stehen: Die Symbolkraft und die Ausstrahlung des "Freedom Towers", der auf dem Terrain des World Trade Centers entsteht, wird so schnell nicht zu übertreffen sein.

RHeinische Post vom 09.10.03 - 07:06 Uhr
Kletterer muss zwei Wochen ins Gefängnis
 
Chinesischer Spiderman erklimmt höchsten Wolkenkratzer


Schanghai (rpo). Ein 27-Jähriger Chinese hat mit bloßen Händen die Außenmauer des 421 Meter hohen Jinmao-Gebäudes erklommen. Die lebensgefährliche Kletteraktion auf Chinas höchstem Wolkenkratzer hat ihm in Schanghai eine 15-tägige Gefängnisstrafe eingebracht.
Die Aktion hatte am Mittwochnachmittag für erhebliches Aufsehen gesorgt, als Polizei und Sicherheitskräfte vergeblich versuchten, den Mann von seinem Vorhaben abzuhalten. Beobachtet von Hunderten von Schaulustigen erreichte der chinesische "Spiderman" nach über einer Stunde die oberste Plattform des Gebäudes, wo er umgehend festgenommen wurde, berichtete die Zeitung "Shanghai Daily".
Erst am vergangenen Sonntag hatte ein ähnlich tollkühnes, allerdings von offizieller Seite abgesegnetes Spektakel für Spannung gesorgt, als 15 Fallschirmspringer sich vom gleichen Gebäude in die Tiefe stürzten. Alle Springer landeten sicher auf dem Boden.

Ostsee-Zeitung vom 7.10.03
Am Fallschirm vom Wolkenkratzer


Schanghai (dpa) In einem Aufsehen erregenden Spektakel haben sich 15 Fallschirmspringer in Schanghai vom Jinmao-Gebäude – Chinas höchstem Wolkenkratzer – gestürzt.
Die Springer aus fünf Nationen, darunter aus Norwegen, Kanada und den USA kamen wohlbehalten unten an. Trotz starker Winde landeten sie sicher.
Nach Angaben des Fernsehsenders CCTV war es das erste Mal in China, dass den „BASE Jumpern“ die Erlaubnis für einen derartigen Sprung erteilt worden war.
Die exotische Sportart gilt als ausgesprochen gefährlich. Grund ist die niedrige Absprunghöhe, die oft unter 100 Metern liegt. Deshalb auch die englische Bezeichnung „BASE“, die als Abkürzung für Gebäude, Antennentürme, Masten und Erde steht.
Die außergewöhnliche Schau in Schanghai ließen sich am späten Sonntagnachmittag Tausende Zuschauer nicht entgehen. Die Zahl der Schaulustigen wurde auf rund 2000 beziffert. Zudem wurden die Sprünge live im Fernsehen verfolgt.

Neue Züricher Zeitung v. 10.4.03Check-in auf der 54. Etage - Das «Grand Hyatt» in Schanghai

In Schanghai, Chinas Wirtschaftsmetropole, gehören Selbstbescheidung und Zurückhaltung nicht zu den erstrebenswerten Tugenden. Nachdem die Stadt, die bis zur japanischen Besetzung während des Zweiten Weltkriegs Ostasiens kosmopolitisches Zentrum war, durch den Sieg der Kommunisten zu beinahe vier Jahrzehnten Dornröschenschlaf verurteilt worden war, hat sie in den letzten fünfzehn Jahren zu ihrer früheren Dynamik zurückgefunden. Pudong, das gegenüber dem historischen Bund sich den Windungen des Flusses Huangpu entlang erstreckt, war bis vor kurzem mehrheitlich Landwirtschaftszone mit ein paar Docks und unansehnlichen Industrie- und Wohnbauten. Heute besitzt es mit Hunderten von glitzernden Wolkenkratzern eine Skyline, die mit Manhattan wetteifern kann. Wer in den Pionierzeiten der Öffnung der chinesischen Wirtschaft nach Schanghai kam, fand das international akzeptable Hotelangebot mit dem legendären «Peace Hotel» erschöpft. Heute vergeht kaum ein Jahr ohne die Eröffnung neuer glänzender Fünfsternhotels.
Asien hat eine Reihe von Hotels, in denen man mindestens einmal im Leben logiert haben sollte, vom «Taj Mahal» in Bombay über das «Raffles» in Singapur bis zum «Peninsula» in Hongkong und «Grandhotel Manila» in der philippinischen Kapitale. Mit deren kolonialem Ambiente kann es Schanghais «Grand Hyatt», das vor vier Jahren in Pudong eröffnet wurde, nicht aufnehmen, doch seine architektonischen Exklusivitäten wiegen dieses Handicap bei weitem auf. Es beginnt schon beim Einchecken, einem Vorgang, der üblicherweise nicht besonders memorabel zu sein pflegt. Man hat der Website des Hotels entnommen, dass das Check-in auf der 54. Etage erfolgt, doch nichts hat einen auf die Aussicht vorbereitet, die den Hotelgast, kaum ist er dem superschnellen Lift entstiegen, empfängt. Hinter einer riesigen Fensterfront erstreckt sich das endlose Häusermeer Schanghais. Ein morgendlicher Dunst liegt über der Stadt und den wie Perlen aneinander gereihten historischen Repräsentationsbauten am Bund. Später, als man im Klub Jin Mao auf dem 86. Stock ein exzellentes Schanghaier Mittagessen serviert bekommt, erscheint einem der ehrwürdige Bund wie ein Miniaturgebilde.
Alles am Jin Mao Tower, so der Name des von Art-déco-Stilelementen geprägten Wolkenkratzers, ist von beeindruckenden Ausmassen. Der Turm, der auf den unteren 52 Stockwerken Büros beherbergt, ragt mit seinen insgesamt 88 Etagen (in China ist die Ziffer 8 eine Glückszahl) 420 Meter in den Himmel. Der gesamte Komplex kostete 540 Millionen US-Dollar. Da das Baugelände zum Flussdelta gehört und sich der Grundwasserspiegel nur einen Meter unter dem Boden befindet, musste ein besonders aufwendiges Fundament mit einer vier Meter dicken Betonplatte errichtet werden. Für Sicherheit, die auch bei schlimmsten Taifunen und Erdbeben gewährleistet werden soll, sorgen 1062 Stahlpfeiler, die bis zu 83,5 Meter tief in den Boden reichen.
Wer auf Geschäfts- oder Ferienreise in Schanghai weilt, pflegt ein knappes Zeitbudget zu haben. Beim «Grand Hyatt» sollte man sich jedoch die Zeit nehmen, das Hotel mit all seinen Fazilitäten ausgiebig zu geniessen. Schon beim Eingang im Erdgeschoss kann die Verwöhnung beginnen, wo die Pralinés, die man in der Schokolade-Boutique in origineller Schanghaier Verpackung kaufen kann, an die besten Adressen in Europa erinnern. Man sollte darauf achten, ein Zimmer zu bekommen, welches den Fluss und den Bund überblickt. Begeisternd ist, am Morgen beim Frühstück im «Grand Café» die Stadt erwachen zu sehen und am Abend von «Cloud 9», der Bar auf der 87. Etage, oder von der Piano-Bar aus dem 53. Stock das Panorama mit Schanghais unvergleichlichem Lichterglanz zu geniessen. Den «Skypool» im Fitnesscenter sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen. Nicht zu überbieten ist schliesslich das Ambiente im Atrium, wo man sich bei Kammermusik zum Afternoon-Tea treffen und den Blick nicht weniger als 31 Stockwerke hoch zur Kuppel des Towers schweifen lassen kann.


Extremsportler stirbt bei missglücktem Sprung von Wolkenkratzer
34-jähriger Australier zog sich Schädelbruch zu
Bei einem missglückten Fallschirmsprung von Chinas höchstem Wolkenkratzer ist ein australischer Extremsportler ums Leben gekommen. Weil sich die Leinen seines Fallschirms verwickelt hatten, prallte der 34-jährige Roland Simpson nach dem Sprung von dem 421 Meter hohen Jinmao Tower in Shanghai auf dem Dach eines Nachbargebäudes auf und zog sich einen Schädelbruch zu, teilte seine Familie am Samstag in Canberra mit. Nach dem Unglück sei er schwer verletzt nach Australien ausgeflogen worden, wo er im Krankenhaus starb. Simpson war einer von 38 Extremspringern, die sich bei einem internationalen Wettbewerb mit dem Fallschirm von dem Gebäude stürzten.

tirol online v. 2004-10-23 11:27:41