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beiden Seiten des Huangpu wird sich nach Willen der Planer das zukünftige
Expogelände ausbreiten. Eine eigens geschaffene Brücke wird
dann beide Ausstellungsseiten miteinander verbinden.
Der Entscheidung
vorangegangen war eine große Werbekampangne. Überall in der
Stadt waren große Plakate zu sehen.
Hier eine
Brücke als Werbefläche
Die Weltausstellung
steht unter dem Motto: "Better City - Better Life".
Mehr Informationen
zur Expo2010 findet man im Internet. Auch gibt es Poster und Filme als
download.
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Stuttgarter Zeitung vom 4. Dezember 2002
Schanghai will die
weltbeste Expo bieten
Zuschlag für
2010 an die chinesische Wirtschaftsmetropole - Vier Wettbewerber geschlagen
SCHANGHAI
(dpa). Schanghai hat es geschafft. Die chinesische Metropole mit rund
24 Millionen Einwohnern darf die Expo 2010 ausrichten. In Monaco hat sie
sich am Dienstag gegen vier Wettbewerber durchgesetzt. Und jetzt wird
gefeiert.
Expo-Banner zieren die Straßen seit Wochen, Expo-Ballons riefen
aus der Luft zum Endspurt auf, Expo-Partys sind in den namhaften Hotels
seit Tagen anberaumt. Jetzt kann endlich gefeiert werden. Schanghai ist
entschlossen, die größte, schönste und interessanteste
Weltausstellung auf die Beine zu stellen.
Von Anfang an hatte Schanghai keine Zweifel an seiner Entschlossenheit
gelassen, die Bewerbung für sich zu entscheiden. Als Erster der fünf
Konkurrenten - neben Schanghai auch Moskau, Breslau, Yeosu in Südkorea
und Querétaro in Mexiko - gab die Stadt am 2. Mai 2001 in Paris
die formale Bewerbung ab. Mit dem Thema "Lebensqualität in der
Stadt" habe man "ein exzellentes Motto" gewählt, meinte
der chinesische Botschafter in Paris, Wu Jianmin, noch wenige Tage vor
der Entscheidung des Internationalen Ausstellungsbüros. Glaubt man
der Propaganda, die seit Monaten unablässig Zeitungen, Fernsehsendungen
und Internetseiten füllte, ist die Expo zum Erfolg verdammt - um
jeden Preis.
Allein in den Bau der 5,4 Quadratkilometer großen Ausstellungsfläche,
errichtet aus einer Kombination von acht verschiedenen Entwürfen
internationaler Architekten, sollen rund drei Milliarden US-Dollar fließen,
das Fünf- bis Zehnfache in die weitere Modernisierung der Stadt.
Das gesamte Verkehrs- und Transportsystem wird umgekrempelt, um Schanghais
notorisch verstopfte Straßen zu entlasten. Die Stadt erwartet 2010
bis zu 150 Millionen Touristen, davon 70 Millionen Expo-Besucher - das
wäre nach den 64 Millionen in Osaka 1970 Ausstellungsrekord.
Statt der derzeit drei U-Bahn-Strecken sollen bis zum Beginn der Expo
15 Linien die Stadt durchziehen, "statt nur 800.000 Pendlern können
wir dann fünf Millionen Menschen täglich befördern",
sagt Liu Guilin vom Verkehrsbüro in Schanghai. Ein weiterer Tunnel,
der die beiden Ufer des Flusses Huangpu verbindet, ist fast fertig gestellt,
eine weitere Brücke und ein Tiefwasserhafen geplant. Fünf Milliarden
US-Dollar sind für den Ausbau von Schnellstraßen vorgesehen.
Rund 200 Hotels sollen zu den bereits existierenden 300 hinzukommen, mindestens
35 neue Museen gebaut werden.
Der Rückendeckung der chinesischen Regierung in Peking kann sich
die Stadt ebenfalls gewiss sein, hatten die zuständigen Politiker
doch hundert Millionen US-Dollar versprochen, um anderen Entwicklungsländern
die Teilnahme an der Expo zu ermöglichen. Von einer erfolgreichen
Expo erwartet sich die Stadt neben dem internationalen Ansehen Einnahmen
in Höhe von 109 Millionen US-Dollar.
Aber es gibt durchaus auch Schattenseiten. Für die Ausstellungsfläche
entlang der beiden Flussufer müssen tausende Anwohner umgesiedelt
werden, eines der letzten alten Stadtviertel muss weichen. "Bis zum
Jahr 2010", so prophezeien Beobachter, "bleibt hier kein Stein
auf dem anderen." |